Neues, Bewährtes, Verrücktes, Merkwürdiges, Wundervolles, Zauberhaftes und Unglaubliches aus der (neuen) Welt in der wir leben. Egal ob privat oder geschäftlich, hier ist der Treffpunkt für Querdenker, Spinner, Unangepasste und Netzwerker des 3.Jahrtausends!
...dieser Flaschenpost. Ich weiss gar nicht, ob du mit dem Inhalt etwas anfangen kannst. Wenn nein, dann mach den Korken wieder zu und schick sie zurück ins weltweite Meer. Ein Anderer wird sie rausfischen! Wenn ja, freue ich mich über eine Flaschenpost von dir. Naja, vielleicht doch lieber einen Kommentar oder eine Mail
Viel wichtiger finde ich, dass wir
uns endlich selbst um die Zukunft kümmern!
Genug der Appelle! Damit retten wir auf Dauer keine Welt. Unsere schon gar nicht. Was es jetzt braucht ist eigenverantwortliches Handeln. Und das kann jede(r) Einzelne! Indem er/sie zum Beispiel nachhaltig mit Strom, Heizung, Geld, Auto, Essen, Bildung, Erziehung, Werte, etc. umgeht.
Zur Inspiration und Weiterleitung hier einige der (aus meiner Sicht) wichtigsten Seiten unserer Zeit:
KarmaKonsum - Blog über Projekte und Unternehmen rund um grünen Lifestyle
armedangels - coole Klamotten aus ökologischem Material und fairer Produktion
Wie hat Franz Alt auf dem VisionSummit vor Kurzem so schön gesagt: "Es ist alles da. Wir müssen es nur tun!"
Nein, natürlich nicht alles auf einmal. Was ich sagen will: Wir brauchen kein Kopenhagen! Das können wir alles selbst beeinflussen! Ganz einfach durch
eigenverantwortliches und nachhaltiges Handeln. Jetzt!
P.S. ...oh, liebe Dänen! Kopenhagen ist eine wunderschöne Stadt, nicht dass Ihr das missversteht. Es ist nur, wenn ich den finanziellen und organisatorischen Aufwand für den Gipfel in Relation setze zu dem, was die da gerade erreichen, dann ist Kopenhagen für viele von uns momentan leider negativ konotiert. Sorry!
Es war ein spannender Impulsvortrag, den Prof. Dr. Claus Otto Scharmer auf der Eröffnungsveranstaltung meines Kunden, der Triodos Bank Deutschland gehalten hat. Glücklicherweise hatten Lutz Berger und ich die Kameras laufen, so dass Ihr ihn jetzt in Ruhe zuhause anschauen könnt.
Otto Scharmer ist unter anderem Autor des Buches "Theorie U: Von der Zukunft her führen". In diesem 12-minütigen Vortrag geht es hauptsächlich um die permanente Veränderung und Weiterentwicklung der
Wirtschafts-Systeme und die Gründe, warum wir Menschen uns damit so
schwer tun.
Was wir tun müssen, sagt Scharmer, sei einfach nur das, was wir bei Computern regelmäßig tun: "Once in a while you need to upgrade
the operating system!"
Besser als Thomas Pfeiffer hätte ich es nicht erklären können. Auch wenn ich ihn noch nicht persönlich kenne, so haben wir doch via XING und facebook bereits erste virtuelle Bande geknüpft. Und für 2010 steht ein Treffen mit ihm ganz oben auf meiner Wunsch-Liste. Für alle unter Euch, die immer noch glauben, SocialMedia habe etwas mit Technik oder sinn-entleerten Kurznachrichten zu tun, schaut Euch sein Interview mit Richard Gutjahr an. Auch allen Anderen sei es ans Herz gelegt. Ich finde es einfach großartig. Danke Thomas!
Achso. Ja natürlich bin ich unter anderem im selben Bereich wie Thomas tätig. SocialMedia-Beratung im weitesten Sinne. Und auch wenn wir sicher nicht ganz genau das Gleiche tun, ist er ein (früher hätte man gesagt) Mitbewerber. Trotzdem poste ich hier sein Interview hier? Ja klar, denn auch das ist, aus meiner Sicht, SocialMedia. Die feste Überzeugung nämlich, dass wir miteinander mehr erreichen als gegeneinander und dass Wissen wächst, wenn man es teilt.
...war Kameramann. Daran habe ich mich erst vor Kurzem wieder ganz bewusst erinnert, als ich - Trommelwirbel - als Kameramann tätig war. Mein Auftrag war es, die Mitarbeiter einer nachhaltigen Bank, für die ich gerade arbeite, zu portraitieren. Also filmte ich mich durch die Räume und Flure, führte Interviews mit allen und ließ das Band fleißig mit laufen. Eine der Fragen dieser Interviews war "Was war dein Berufswunsch als Kind?" - Tja, und da war er wieder. Mein eigener.
Und mit einem wohligen Kribbeln im Bauch stellte ich fest, dass ich es irgendwie geschafft habe. Ich bin jetzt tatsächlich Kameramann. Ok, noch kein so großer wiebeispielsweiseMichael Ballhaus. Und in den meisten Fällen produziere ich die Filme "nur" für YouTube und noch nicht für's Kino.
Aber das ist mir auch gar nicht so wichtig. Wichtig ist doch immer nur, seine Leidenschaften und Talente zu entdecken und einfach anzufangen. Und bei der Eröffnung der Bank lief mein Film immerhin auf einer großen Leinwand vor über 400 Menschen. War das ein geiles Gefühl... sorry ;-)
Übrigens. Was wolltet Ihr eigentlich als Kind werden?
Keine Ahnung, wie es Euch geht. Ich für meinen Teil habe die Nase voll von immer neuen Thesen, Manifesten und den fünfhundertsten "30 Tricks SocialMedia für Unternehmen zu nutzen". Jeder weiss es besser und dann kommt der nächste dran. OK, die Welt hat sich verändert. Keine Frage. Das tut sie aber bereits seit
Jahrmillionen. Wenngleich die Zyklen
zunehmend kürzer werden. Gefühlt.
Wie wäre es denn, wenn wir zunächst einmal ganz eigenverantwortlich überlegen, was uns wirklich wichtig ist. Und das gelingt doch vermutlich, wie bei Kindern, am Besten mit dem Stellen relevanter Fragen.
Die für mich relevanten Fragen zu formulieren, ist jedoch gar nicht so leicht, wie ich zunächst dachte. Daher wäre es schön, wenn Ihr mir helfen könntet. Wäre ja sicher nicht ganz uneigennützig von Euch. Gegenseitige Inspiration sozusagen. Lasst uns die relevanten Fragen unserer Zeit zusammen tragen, um sie dann gemeinsam immer wieder neu zu beantworten.
Im Auftrag meines Wunschkunden, der nachhaltigen Triodos Bank, habe ich neben vielen anderen Aktionen zur Markteinführung, das Portal 95fragen.de ins Leben gerufen. Gemeinsam mit der Heidelberger Agentur Kontext Kommunikation, dem genialen Texter Alex Szugger aus Wiesbaden, den Programmierern von civit und natürlich der zauberhaften Marketing-Leiterin Anna Handschuh und ihrem Team bei Triodos.
Und jetzt seid Ihr dran. Stellt Eure Frage(n), bewertet Fragen anderer und beantwortet die Fragen, die Euch (be)treffen. Denn darum geht es bei 95fragen.de. Nicht mehr. Und erst recht nicht weniger. Es geht um die Weisheit der Vielen. Und das sind wir...
...wenn Ihr sehen wollt, wie Männer wie ich Rotz und Wasser heulen, dann macht ruhig weiter so. Das ist einer der bewegendsten Werbefilme aller Zeiten...
Nicht nur aus meiner Sicht ist LOHAS (Lifestyle of Health and Sustainability) die Art und Weise, wie wir in Zukunft leben werden.
Längst ist es nicht mehr die noch vor zwei Jahrzehnten definierte "Zielgruppe" der "Müslis", die ihren Müll trennt, Fairtrade-Tee trinkt, mit dem Fahrrad ins Büro fährt und dafür belächelt wird. Immer mehr Menschen kaufen ökologische Produkte, die fair gehandelt werden. Verantwortlicher und nachhaltiger Konsum ist heute Mainstream.
Und cool ist es obendrein. Vorbei sind nämlich auch die "Jute-statt-Plastik"-Zeiten, als solche Produkte optisch oder geschmacklich nicht sonderlich attraktiv waren. Lifestyle und Nachhaltigkeit haben erfolgreich fusioniert. Angefangen bei den Computern von Apple über die absolut coolen Klamotten von Kuyichi bis hin zur Neuerfindung des Müslis oder auch ökologischen Weinen.
Dazu kommt, dass immer mehr Unternehmen auf den Zug aufspringen, weil sie - wirtschaftlich pragmatisch - erkannt haben, dass die Wachstumschancen schier unglaublich sind. So zeigt sich wieder einmal, wer in den heutigen Käufermärkten die Macht hat, die Welt zu verändern. Durch den Druck der Konsumenten entstehen völlig neue Unternehmen und Branchen, die uns nicht nur eine gesunde sondern auch eine wirtschaftlich erfolgreiche Zukunft ermöglichen.
Hier eine sehenswerte Doku zum Thema LOHAS. Filmemacher Rainer Dunkel und Nicole Krieger treffen sich z.B. auf der LOHAS-Conference in Boulder im US-Bundesstaat Colorado mit Ted Ning, Wolf Lüdge oder sprechen mit Peter Parwan. Gefunden auf dem wunderschönen Blog von KarmaKonsum
Ein wundervolles Beispiel, wie einfach es in den Zeiten der weltweiten Vernetzung ist, etwas großes anzustoßen. charitywater.org. Ich habe mich gerade registriert. Jetzt denke ich, nach einer ersten eigenen Spende, über eine Aktion nach, noch mehr Wirkung zu erzeugen. Spontane Idee: Ich gehe auf Vortragsreise und spende die freiwilligen Eintrittsgelder. Wenn Ihr eine bessere Idee habt, her damit. Wir haben viel zu lange zugeschaut...
Ich vergleiche SocialMedia immer gerne mit einem richtig guten
Straßenkünstler vor einem Einzelhandelsgeschäft. Was passiert da? Sehr viele
Menschen bleiben stehen und haben Spaß. Das Geschäft im Hintergrund
entdeckt nicht Jeder. Aber die Chance, dass das passiert und der Eine
oder die Andere "rein schaut" und etwas kauft ist viel größer als mit den
üblichen Schaufenstern, "Kundenstoppern", Werbefähnchen oder Luftballons.
Ein ganz entscheidender Punkt ist für mich nach wie vor: SocialMedia ist keine strategische Marketing-Entscheidung. Wenn ein Unternehmer oder Manager fragt: "Was habe ich denn davon, zu twittern?" dann hat er es noch nicht verstanden.
SocialMedia ist eine völlig neue Art zu denken und zu handeln!
Im Falle von Twitter zum Beispiel geht es (unter Anderem) darum, Gespräche unter Menschen in einer menschlichen Sprache zu führen. Unterhaltsam, persönlich, lustig, traurig, relevant, interessant, belanglos, ermutigend, wertschätzend und mit Schreibfehlern. Keine Werbebotschaften!
Schönes Beispiel: Der Versandriese Otto. Klar ist da auch mal ein Hinweis auf Produkte, Gewinnspiele o.ä. auf der otto.de. Aber in so einer homeopathischen Dosierung ist Werbung durchaus erlaubt.
In Facebook (mit seinen mittlerweile 300 Millionen Nutzern das "viertgrößte Land der Erde") kann ich als Unternehmen z.B. Gruppen anbieten und so Gespräche über relevante Themen moderieren. Das Thema kann selbstverständlich auch das eigene Produkt sein. Aber bitte nur moderieren, zuhören und Fragen beantworten. Keine Werbebotschaften!
Schönes Beispiel: Die Fanseite des neuen Ford-Fiesta. (im Vorfeld hatte Ford übrigens sehr vielen Bloggern, einen Fiesta für sechs Monate zur Vefrügung gestellt, verbunden mit der Bitte, ihre Erfahrungen zu bloggen. Ein voller Erfolg!
Oder auch die Gruppe über die coole und nachhaltig produzierte Mode von armedangels.com
Auf YouTube hat jedes Unternehmen die Chance, seine Menschen zu Stars zu machen. Auf eine sehr persönliche Art und Weise. Menschen interessieren sich für Menschen. Nicht für auswendig gelernte Statements. Die wenigen Kultwerbe-Spots. die es auf tausende von Abrufen bringen, sind eher die Ausnahme. Nicht jeder ist eine Kultmarke wie Apple.
Die gute Nachricht für alle Unternehmer und Manager: Natürlich entsteht aus all diesen Aktivitäten am Ende auch eine Wertschöpfung. Aber eben nicht direkt messbar, weil Ihr euch das statistisch und zielgruppengerecht errechnet habt. Sondern weil Ihr als Unternehmen authentisch und spannend seid. Und mal ganz ehrlich unter uns: Welchen wirklich messbaren Effekt hat denn Eure bisherige teure Werbung in Fernsehen, Radio oder Zeitschriften?
Wie beim Strassenkünstler bleiben Menschen heute vor Eurem Unternehmen nur noch stehen, wenn sie spannend unterhalten werden. Bei 3.500 Werbebotschafen pro Tag ist die Reizgrenze längst überschritten...
Oh, eine Bitte noch, wenn Ihr mit SocialMedia startet: Macht es nicht so wie in der berühmten Tragikomödie "Wenn Unternehmen twittern..."
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